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Orchideensubstrat selber mischen

Orchideensubstrat selber mischen

Orchideensubstrat selber mischen

Insbesondere Orchideenliebhaber versuchen ihren Lieblingen die beste Pflege angedeihen zu lassen. Da spielt das Substrat natĂŒrlich eine bedeutsame, wenn nicht sogar die bedeutsamste Rolle ĂŒberhaupt. Aber warum sich selbst mit den verschiedenen Materialien und Substratanforderungen auseinandersetzen, wenn man Orchideensubstrat einfach und bequem kaufen kann?

Manchmal ist das gekaufte Substrat leider nicht optimal auf die AnsprĂŒche der unterschiedlichen Orchideenarten zugeschnitten. Da können Eigenmischungen schlichtweg bessere Pflegeergebnisse erzielen. Erfahrene Orchideenliebhaber kennen die BedĂŒrfnisse ihrer Orchideen ganz genau und können diese weitaus besser befriedigen, indem sie ihnen ein individuelles Substrat anmischen. Zudem wissen sie, dass man bei gekauften Substarten auch genau hinsehen muss, was drin ist. Vielfach ist in den fertig angemischten Substraten zu viel Torf enthalten. Torf bindet Feuchtigkeit recht lange und lĂ€sst nicht genĂŒgend Luft durch – in diesem Fall Eigenschaften, die den meisten Orchideenwurzeln Schaden zufĂŒgen können. Zudem verbergen sich in den Fertigsubstraten hin und wieder auch SchĂ€dlinge oder Unkrautsamen – was sich ebenfalls negativ auf die Pflanzen auswirkt. Last but not least: die Kosten.

Gutes Orchideensubstrat ist nicht gĂŒnstig. Insbesondere, wenn man viele Orchideen besitzt und diese alle zwei Jahre regelmĂ€ĂŸig umtopft. Da lohnt sich die Eigenmischung auf jeden Fall. Aber: Nicht jedes selbst angefertigte Substrat ist das Mittel der Wahl fĂŒr jede Orchidee. Manchmal muss man verschiedene Substratrezepte ausprobieren und frei experimentieren, um das bestmögliche Ergebnis fĂŒr seine Orchideen zu erzielen. Hier gilt eindeutig das alte Sprichwort „Probieren geht ĂŒber Studieren“.

Allgemeine Anforderungen fĂŒr selbst zusammengestellte Orchideensubstrate

Beim Zusammenstellen des selbst gemischten Orchideensubstrats ist grundsĂ€tzlich darauf zu achten, dass das Substrat ausreichend luftdurchlĂ€ssig ist und Wasser speichern kann ohne dabei ĂŒber eine feuchte oder nasse OberflĂ€che zu verfĂŒgen, um schnellstens wieder abtrocknen zu können. Die Beschaffenheit des Substrats ist deshalb so bedeutsam, um einer eventuellen LuftwurzelfĂ€ulnis vorzubeugen. Weiterhin sollte das Substrat eine gewisse StabilitĂ€t mitbringen, sodass sich die Pflanze gut verankern kann bzw. die Wurzeln ausreichend Halt finden können. Die Materialkomponenten sollten auch eine gewisse GrĂ¶ĂŸe besitzen und nicht regelmĂ€ĂŸig geformt sein. Nur so können im Orchideentopf beim EinfĂŒllen des Substrats die wichtigen HohlrĂ€ume entstehen, um die entsprechenden klimatischen Bedingungen zu schaffen, die Orchideen fĂŒr ihr geruhsames Fortbestehen benötigen.

Wichtigste Komponenten fĂŒr die Orchideensubstratherstellung

Es existieren unendliche viele Substratrezepte fĂŒr Orchideen. Die meisten sind das Ergebnis jahrelanger Erfahrung bzw. das Resultat einer lĂ€ngeren Experimentierphase. Insgesamt haben sich drei Materialkomponenten herauskristallisiert, die als Bestandteile fĂŒr die eigene Substratherstellung genutzt werden können. Dazu zĂ€hlen unter anderem RindenstĂŒcke in unterschiedlichsten Formaten, organische Komponenten wie zum Beispiel Laub, Nussschalen, KorkstĂŒcke, Moos oder Holzfasern sowie anorganische Komponenten wie etwa Styropor, Perlite oder Schaumstoff. Jedes Material verfĂŒgt ĂŒber bestimmte Eigenschaften und Eigenheiten, die immer zu berĂŒcksichtigen sind.

So verrottet das organische Material – bedingt durchs WĂ€ssern – weitaus schneller als das anorganische. Letzteres nimmt entweder zu viel Wasser auf und bleibt auch an der OberflĂ€che nass oder es speichert das Wasser erst gar nicht. Daher: Der Trick bei der Zusammenstellung des Substrats ist das richtige VerhĂ€ltnis der einzelnen Komponenten zueinander. Eine hervorragende Ausgangsbasis bietet eine einfache Mischung aus Rinden- und HolzstĂŒcken sowie aus Holzkohle. Zu beachten ist bei diesem Basissubstratrezept: Die Rinde und das Holz mĂŒssen gut durchgetrocknet und schĂ€dlingsfrei sein. Wer auf Nummer sicher gehen will: Das Holz und die RindenstĂŒcke einige Stunden bei 50 Grad Celsius in den Backofen schieben. Oder kurz auf höchster Stufe in die Mikrowelle legen. Danach sind garantiert alle SchĂ€dlinge tot. Beim Anmischen eine ungefĂ€hr gleich große Menge an Rinden-, Holz- und HolzkohlestĂŒcken nehmen. Zu kleine StĂŒcke, Dreck und Staub gehören nicht in die Mischung. Die Komponenten mit den Fingern gut durchmischen und in den Pflanztopf schĂŒtten – und fertig ist das Orchideensubstrat. Anbei zwei praxiserprobte SubstratrezeptvorschlĂ€ge, die der Inspirationsanregung dienen können. Ansonsten gilt: selber ausprobieren.

SubstratrezeptvorschlĂ€ge fĂŒr epiphetische Orchideen

  • FĂŒr eine mittelgroße Orchidee: 5 Teile mittelgrobe Pinienrinde, 2 Teile Sphagnum, 1 Teil Perlite und 1 Teil Nussschalen sowie 1 bis 2 HolzstĂŒcke miteinander vermischen. Sphagnum (Moos) zĂ€hlt zu den organischen Komponenten. Das Material wirkt unter anderem desinfizierend und kann Wasser gut speichern. Leider zersetzt es sich relativ schnell und kann SchĂ€dlinge beherbergen. Besonders Orchideen, die viel Wasser aufnehmen können als auch Orchideen mit empfindlichen Wurzeln profitieren von dieser Komponente. Nussschalen nehmen zwar kaum Wasser auf, dafĂŒr sorgen sie fĂŒr eine gute DurchlĂŒftung des Substrats. Zudem verrotten sie nicht zu schnell. Bevor sie aber als Komponente genutzt werden dĂŒrfen, sind Salze und andere RĂŒckstĂ€nde von der Schale zu entfernen. DafĂŒr die Nussschalen einfach vorab gut wĂ€ssern. Perlit ist eine anorganische Komponente und verfĂŒgt ĂŒber eine ausgezeichnete StrukturstabilitĂ€t. Zudem erhöht Perlite die LuftdurchlĂ€ssigkeit des Substrats. Insbesondere junge Orchideen wissen das Material zu schĂ€tzen. Bestes Mittel, um eine Ausbreitung von Bakterien zu verhindern, ist und bleibt Holzkohle. Holzkohle bindet giftige Stoffe, wirkt desinfizierend und lockert das Substrat gut auf.
  • 2. FĂŒr kleinere Orchideenarten: 6 Teile sehr feine Pinienrinde, 3 Teile Weißtorf und 1 teil Perlite vermischen. Weißtorf besitzt den Vorteil strukturstabil zu sein und den pH-Wert absenken zu können. DarĂŒber hinaus kann das organische Material Wasser hervorragend halten. Ist der Weißtorfanteil im Substrat zu hoch, wird das Substrat zu undurchlĂ€ssig und trocknet schlecht ab.

Orchideensubstrat können Sie natĂŒrlich auch bequem online bestellen: