Orchideen gießen

Orchideen gießen: Orchideen mögen ein ausgiebiges Wasserbad, vertragen aber keine Staunässe

Orchideen gießen: Orchideen mögen ein ausgiebiges Wasserbad, vertragen aber keine StaunässeMeist ist „falsches“ Gießverhalten für das frühzeitige Ableben von Orchideen verantwortlich. Ein zu viel an Wasser bzw. zu häufiges Gießen ist für Orchideen grundsätzlich schädlich und endet vielfach tödlich.

Im Gegensatz dazu macht ihnen eine kleinere Trockenperiode weniger aus. Durch zu häufiges Gießen sammelt sich Wasser auf dem Boden im Orchideenübertopf an. Den Wurzeln, denen es nicht gelingt das viele Wasser im Topf aufzusaugen, beginnen – bedingt durch die Staunässe – zu faulen. Und faulende Wurzeln können eine Orchidee nicht mehr ausreichend versorgen, so dass die Pflanze letztendlich abstirbt. Fäulnis steht daher ganz weit oben auf der Liste der Orchideenfeinde.

Somit ist eine der am häufigsten gestellten Frage, wenn es um das Thema „Orchideen gießen“ geht, die nach dem richtigen Gießzeitpunkt. Welcher sich wiederum ganz einfach feststellen lässt: Orchideen, die gewässert werden müssen, fühlen sich recht leicht an, sobald man den Pflanztopf aus dem Übertopf hebt. Liegt das Gewicht eher schwer in der Hand, ist eine Wasserzufuhr noch nicht erforderlich. Dann heißt es abwarten und erneut den „Topfanhebe-Test“ durchführen. Denn stehen Orchideen für einen längeren Zeitraum oder permanent im Wasser, dann faulen ihre Wurzeln garantiert ab. Damit es aber gar nicht erst zur Wurzelfäulnis kommt, sollte das Substrat zwischen den Wassergaben gut abtrocknen können. Welche Gießmethode sich bewährt hat, was für eine Art von Wasser Orchideen bevorzugen und welche Temperatur das Gießwasser haben sollte erfahren Sie hier:

Orchideen lieber kurzweilig ins zimmerwarme Wasserbad stellen als einfach nur gießen

Orchideen mögen ausgiebige Wasserbäder. Für diese Wässerungsmethode einfach ein Gefäß (kann ähnlich groß sein wie der Orchideenübertopf) randvoll mit Wasser füllen und den Orchideenpfanztopf hineinsetzen. Das Wasser sollte Zimmertemperatur besitzen. Kaltes Wasser vertragen Orchideen nicht so gut.

Sie könnten sogar mit einem Kälteschock reagieren. Damit sich die Orchidee ausgiebig mit Wasser vollsaugen kann, darf sie ruhig eine halbe Stunde im Bad verbleiben. Nach dem Wässern muss sie zuerst gut abtropfen bevor sie zurück in den Übertopf kommt. Natürlich kann man auch direkt den Übertopf für diese Tauchbadvariante nutzen. Wichtig dabei: Nach dem halbstündigen Tauchbad das gesamte Wasser gut abgießen, um Staunässe im Übertopf zu vermeiden. Denn eine Wasserpfütze auf dem Boden des Übertopfs kann schnell zu Wurzelfäulnis führen.

Reicht die Zeit für ein längeres Tauchbad mal nicht, darf als Notfallmaßnahme die Orchidee auch im Übertopf gegossen werden. Bei einem einfachen Übertopf lässt sich der Boden mit einer Dreizentimeter dicken Blähton-Schicht versehen. Wasser, das aus den Löchern des Pflanztopfs abläuft, wird sofort vom Blähton aufgesogen. Befindet sich keine Drainageschicht im Übertopf: Bitte nicht zu viel Wasser zum Gießen verwenden. In speziellen Orchideenübertöpfen sammelt sich das überschüssige Wasser unten im Topf in einem Extrabereich, so dass die Wurzeln nach dem Gießen keine nassen Füße bekommen.

Zu guter Letzt: Ideales Gießwasser für Orchideen ist sauberes Regenwasser. Denn Orchideen bevorzugen weiches Wasser. Meist kommt jedoch Leitungswasser beim Gießen zum Einsatz. Vielfach ist dieses eher recht hart und weist einen höheren Kalkgehalt auf. Bevor die Orchideen getaucht oder gegossen werden, sollte man das Leitungswasser einfach einige Zeit stehen lassen, so dass sich der Kalk absetzen kann. Die Wasserbeschaffenheit günstig beeinflussen können u. a. Wasserfilter. Oder aber man vermischt destilliertes Wasser mit Leitungswasser. All diese Maßnahmen kommen den Orchideen zugute. Bestimmte Orchideenarten, wie etwa der Frauenschuh oder die Multihybriden, können auch hartes Leitungswasser bestens vertragen.

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