Fehler bei der Orchideenpflege: Was Orchideen nicht gut vertragen

Fehler bei der Orchideenpflege: Was Orchideen nicht gut vertragen

Fehler bei der Orchideenpflege: Was Orchideen nicht gut vertragenOrchideen sind eher genügsam und nicht sonderlich anspruchsvoll in der Pflege. Jedoch gibt es das eine oder andere Tabu, welches man von vornherein vermeiden sollte. Um beispielsweise das gesunde Wachstum von Orchideen zu fördern, ist bereits der richtige Orchideenpflanztopf entscheidend. Er darf keinesfalls zu groß sein. Denn der Pflanztopf ist für den stabilen Halt und für das richtige Gießverhalten mitverantwortlich.

Zu großer Pflanztopf

Zu große Töpfe sind für Orchideen suboptimal. Auch wenn man es platzmäßig gut mit ihnen meint. Stabilität geben aber eher kleinere und damit engere Töpfe. Und damit sind sie die perfekte Wahl für die Exoten. Denn Orchideen müssen sich im Substrat mit ihren Wurzeln richtig gut verankern können. Auch große Wassermengen, die man in großen Töpfen bestens unterbringen kann, sind für Orchideen so gar nichts. Da sie das ganze Wasser überhaupt nicht ganz aufnehmen und auch nicht schnell genug wieder abgeben können, würden ihre Wurzeln im Übertopf dauerhaft im Nassen stehen. Was wiederum zur Wurzelfäulnis führen könnte. Und irgendwann auch zum Tode der Orchidee. Daher ist immer darauf zu achten, dass im Übertopf kein Wasser steht und das Substrat abtrocknen kann.

Zu viel Wasser

Orchideen brauchen Wasser. Gerne auch viel. Aber sobald sich die Wurzeln mit Wasser vollgesogen haben, muss das überschüssige Wasser wieder weg. Denn Orchideen bzw. die Orchideenwurzeln dürfen nicht im Wasser stehen. Ebenso muss das Orchideensubstart schnell abtrocknen können. Interessanterweise können diese Pflanzen eine Trockenperiode gut wegstecken. Mit zu viel Wasser, das einfach nicht abfließt oder schnell abtrocknet, kommen sie nicht gut klar. Denn ihre Wurzeln können nur eine bestimmte Menge aufnehmen. Und ihre Blätter auch nur eine bestimmte Menge abgeben. Gerät das Gefüge längerfristig durcheinander, dann kommt es in der Nahrungsaufnahme zu einem Versorgungsengpass. Denn die Wurzeln werden in der Staunässe zu faulen beginnen. Und damit können die Nährstoffe nicht mehr durchgängig transportiert werden. Irgendwann verhungert die Orchidee. Ebenso ist die Nässe daran schuld, dass Orchideen schneller anfällig für den Befall von Pilzen und Bakterien werden. Das richtige Gießen zählt somit zu den wichtigsten Pflegmaßnahmen.

Zu trockene Luft

Die korrekte Luftfeuchte spielt bei Orchideen ebenso eine Rolle wie die richtige Bodenfeuchte. Da die meisten Orchideenarten feucht-warmes Klima lieben, und damit eine höhere Luftfeuchtigkeit bevorzugen, sollte die Raumluft nicht allzu trocken sein. Kurzfristig lässt sich die Raumluftfeuchte in der Nähe der Orchideen durch das Besprühen der Blätter oder durch das Aufstellen von Schalen mit feuchtem Blähton anheben. Langfristig müssen andere Maßnahmen greifen, um den Orchideen eine passende Luftfeuchte zu gewährleisten.

Zu schwankende Temperaturen

Im Regenwald, die Heimat der meisten Orchideenarten, ist die Temperatur ganzjährig relativ stabil. Leider ist dies in Wohnungen nicht unbedingt der Fall. Kleinere Schwankungen machen Orchideen wenig aus – wie beispielsweise 2 Grad Celsius. Sind die Schwankungen zu groß, dann können Orchideen unter anderem das Blühen einstellen. Soll die Orchidee in einen anderen Raum ziehen, dann sollte dort anfangs eine ähnliche Temperatur herrschen wie an ihrem alten Standort. So hat sie Zeit sich einzugewöhnen.

Zu viel Sonne

Sonne – und damit Licht bzw. Helligkeit – ist prima für Orchideen. Nur bitte nicht zu viel davon und vor allem nicht zu intensiv. Sind Orchideen der prallen Sonne ausgesetzt, dann reagieren sie darauf. Leider mit einem Sonnenbrand. Dunkle Flecken auf den Blättern, die sich nicht weiter ausbreiten, sind ein sicheres Zeichen dafür, dass die Orchidee zu viel Sonne abbekommen hat. Daran stirbt die Pflanze zwar nicht, jedoch muss sie unbedingt einen anderen Standort erhalten oder einen Sonnenschutz bekommen. Perfekter Ort für Orchideen: die Fensterbank des Ost- oder Westfensters. Dort gibt es genug Licht, aber nicht zu viel Sonne.

Zu viel Dünger

Wider Erwarten ist der Nährstoffbedarf bei Orchideen nicht allzu hoch. Somit ist es ausreichend, wenn die Pflanzen von April bis September, also während der Vegetationsphase, Orchideendünger erhalten. Und dann aber auch nur einmal, höchsten zweimal, im Monat düngen.

Zu schnell abgeschnitten

Werden vor allem die Luftwurzeln, wenn sie über dem Übertopf hängen. Sieht nicht schön aus. Ist aber leider nicht immer zu vermeiden. Die Wurzeln sind lebensnotwenig für Orchideen. Sie versorgen die Pflanze mit Wasser und mit Nahrung. Nur an verfaulte oder völlig vertrocknete Wurzeln darf die sehr scharfe und desinfizierte Schere gesetzt werden. Ansonsten gilt: bitte nicht schneiden.

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